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Quelle: АrсhDаilу

Nathos-Haus / Edouard Brunet + François Martens

Nathos-Haus / Edouard Brunet + François Martens, © Maxime Vermeulen

© Maxime Vermeulen

Textbeschreibung der Architekten. In einem Wohngebiet am Stadtrand von Brüssel gelegen, wurde dieses neue Haus entworfen, um sich diskret einzufügen und gleichzeitig seinen zeitgenössischen Charakter zu behaupten. Es ist teilweise hinter der erhaltenen Vegetation verborgen und zeichnet sich durch eine sehr horizontale Volumetrie aus. Ein abgehängtes Volumen ziert die vordere Fassade, in der nur ein großer Erker in der Ecke eine Interaktion zwischen dem Innenraum und der Straße herstellt. Die großen horizontalen Steinmauern verankern das Haus mit dem Grundstück, gewährleisten die Privatsphäre des Erdgeschosses und ermöglichen es, dem Eingang des Hauses eine Sequenz zu geben. Sie kontrastieren auch mit der raffinierteren und weißeren Architektur des Rests des Hauses.

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Mehrere Sichtachsen werden nach und nach freigelegt. Sie inszenieren die wichtigsten architektonischen Elemente: den vom Eingang aus sichtbaren vorderen Patio, die später entdeckte monumentale Treppe und den lichtdurchfluteten Innenraum, der sich vollständig zum Garten hin öffnet. Diese Sichtachsen erstrecken sich nach außen, insbesondere im Erdgeschoss, was eine schöne Perspektive auf eine frontal zugewandte Straße eröffnet.

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Diese Sicht- und Umlaufachsen sind überall vorhanden. Sie geben den Blick auf das Haus in seiner ganzen Länge frei. Sie betonen auch den Raumeindruck und offenbaren die große Flüssigkeit zwischen den Innenräumen. Diese gehen ineinander über und die doppelte Höhe verbindet die Wohnräume im Erdgeschoss mit den Mehrzweckräumen im Obergeschoss. Diese Räume sind in Sonnenlicht getaucht, da sie von einer Vielzahl von Lichtquellen profitieren, darunter eine im Zenit über der Treppe. Die Treppe ist eines der Meisterwerke dieses Hauses. Seine geschwungenen und geschmeidigen Formen kleiden und charakterisieren den Raum.

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Dank seiner L-Form profitiert das Haus den ganzen Tag von der Sonne und ist sehr hell. Am Nachmittag beginnt die Sonne durch die Vorderfassade zu scheinen. Durch den Innenhof scheint dann die Sonne, um den Innenraum zu erhellen und gleichzeitig dank der großen Steinmauern die Intimität der Bewohner zu gewährleisten. Dieser Patio bildet eine Art Nachbarschaftsgarten im Gegensatz zu den großen Öffnungen, die die bewaldete Umgebung zum Hintergrund des täglichen Lebens machen. Dieses Haus zeichnet sich in der Tat durch sehr große bodentiefe Fenster aus, die fast die gesamten hinteren Fassaden im Erdgeschoss einnehmen. Das größte Fenster misst 535 cm x 270 cm. Um eine Überhitzung zu vermeiden, sind diese Fenster mit Sonnenfiltern ausgestattet.

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Die Details der von den Architekten eigens für dieses Projekt entwickelten Structural Glazing lassen die Rahmen verschwinden und bieten eine vollständig offene und ungehinderte Sicht nach innen. Diese einzigartigen Details sind technisch komplex und verleihen den Fassaden Finesse und Eleganz. Im Obergeschoss sind Sicht und Licht von der Belüftung entkoppelt. Dadurch sind die verglasten Teile fixiert und die Öffnungsrahmen blickdicht. Dadurch können die Blicke nach außen von jeglicher technischer Kontingenz befreit werden.

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Die tragenden Elemente (Wände und Böden) wurden aus Massivholz (CLT) und Metall gefertigt. Dies ermöglichte es, das Gewicht der Konstruktion zu begrenzen und somit die Fundamente und die Abschnitte der Metallpfosten zu reduzieren. Der Eindruck der Leichtigkeit des Ganzen wird dadurch verstärkt. Die Massivholzwände sind auch strukturell interessant, um die Auskragung des Eingangs zu schaffen und den CO2-Fußabdruck dieser neuen Konstruktion zu begrenzen.

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