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Quelle: АrсhDаilу

Francelle Cane und Marija Marić als Kuratorin des Luxemburger Pavillons auf der Biennale in Venedig 2023 ausgewählt

Francelle Cane und Marija Marić als Kuratorin des Luxemburger Pavillons auf der Biennale in Venedig 2023 ausgewählt – Bild 1 von 8

Das Projekt Down to Earth von Francelle Cane und Marija Marić wurde von der Jury einstimmig ausgewählt, um den Luxemburger Pavillon für die 18. Architekturbiennale in Venedig zu schaffen. Die Jury schätzte die detaillierte Analyse des luxemburgischen Territoriums im weiteren Sinne und seiner Bewohner, während es dem Projekt eine universelle Ausrichtung verlieh. Das Gewinnerteam besteht aus den beiden Kuratorinnen Francelle Cane und Marija Marić, unterstützt von einem Beirat und einem Team von Mitwirkenden aus den Bereichen Szenografie, Inhaltsproduktion und Medien. Sie wollen sich auch auf ein Netzwerk aus luxemburgischen und internationalen Partnern verlassen.

Die ungezügelte Fantasie des extraktiven Wachstums hat buchstäblich die Grenzen der Erde überschritten. Diese Verlagerung vom Bergbau auf der erschöpften Erde zu ihrer „unsichtbaren“ Hinterbühne – Himmelskörper, Planeten und letztendlich der Mond selbst – erfordert dringende Überlegungen darüber, welche Auswirkungen diese Verlagerung auf unser Verständnis der Erde, der Ressourcen und der Gemeingüter haben wird den Boden und darüber hinaus. Als „aufsteigender Stern der Weltraumindustrie“ und „Pionier in der Erforschung und Nutzung von Weltraumressourcen“ bezeichnet, erscheint Luxemburg, dessen Wirtschaft einst auf Eisenbergbau und Stahlproduktion basierte, als wichtiger Ausgangspunkt für diese Debatte. —Auszug aus dem Projekt „Down to Earth“ von Francelle Cane und Marija Marić.

Francelle Cane und Marija Marić als Kuratorinnen des Luxemburger Pavillons auf der Biennale in Venedig 2023 ausgewählt – Bild 4 von 8

Das Siegerprojekt setzt sich mit großen Themen der Gegenwart auseinander: der Frage des Landbesitzes, des Umgangs mit Raum und Ressourcen sowie der Rückbesinnung auf den Körper und das Sensible. Es zielt darauf ab, ein Thema sichtbar zu machen, das meist im Verborgenen bleibt, indem es die Frage nach den Ressourcen des Erdbodens auf verschiedenen Ebenen aufwirft. Vor allem relativiert es die zukünftige Welt, die wir erschaffen, und drängt damit über die Erde und die Grenzen der vom Menschen ausgebeuteten Räume hinaus.

Beide Kuratoren sind Architekten und Forscher der Universität Luxemburg. Francelle Cane war Kuratorin und Szenografin für zahlreiche Ausstellungen, darunter die Ausstellung Enter the Modern Landscape, für die sie den Preis des International WERNAERS Fund for Research and the Diffusion of Knowledge (FNRS), Brüssel (BE) erhielt. Derzeit entwickelt sie ihre Doktorarbeit zum Thema After the Ruin. Über Eigentums- und Territorialverhandlungen. Marija Marić arbeitet als Postdoktorandin im Masterstudiengang Architektur an der Universität Luxemburg. 2020 promovierte sie am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur der ETH Zürich mit einer Arbeit zur Rolle von Kommunikationsstrategen in der Vermittlung, Gestaltung und Globalisierung des urbanen Raums.

Francelle Cane und Marija Marić als Kuratorinnen des Luxemburger Pavillons auf der Biennale in Venedig 2023 ausgewählt – Bild 7 von 8

Das luxemburgische Kulturministerium, Kommissar des Luxemburger Pavillons, hat Kultur|lx – Arts Council Luxembourg damit beauftragt, die Auswahl des Preisträgers zu beaufsichtigen und die Ausstellung in Zusammenarbeit mit LUCA – Luxembourg Centre for Architecture zu produzieren.

Quelle: АrсhDаilу

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