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Forstverwaltung Pakov / 20-20 Architekten + Vyšehrad Atelier

Forstverwaltung Pakov / 20-20 Architekten + Atelier Vyšehrad, © Filip Šlapal

© Filip Šlapal

Textbeschreibung der Architekten. Das Gebäude der Forstverwaltung – Forsthaus, das ein komplettes Objekt für die Forstverwaltung der Firma Pacovská lesní sro ist, befindet sich in den Tiefen des Waldes im Gebiet Na Šimpachu, südwestlich der Stadt Pacov. Das Gelände in der Lokalität Na Šimpachu wurde und wird als Kompostierungsanlage mit einem umfassenden System der Abfallsammlung und -verwertung genutzt. Das am Waldrand gelegene Forsthaus ergänzt das gesamte Areal und verleiht ihm eine weitere Dimension – funktionale und ästhetische Qualität.

© Filip ŠlapalLageplan© Filip Šlapal

Das Gebäude ist pragmatisch auf die funktionale Nutzung einzelner Räume ausgelegt. Die Forsthütte hat eine klassische archetypische Form, die aus zwei orthogonalen Grundkörpern besteht, die von einem Satteldach bedeckt sind. Beide Volumen sind in einem offenen Winkel miteinander verbunden und werden durch eine verbindende Lobby verbunden.

© Filip Šlapal© Filip ŠlapalPlan - Erdgeschoss

Sie definieren einen Raum des Hofes, der als große Pflasterfläche konzipiert ist. Der erste, optisch dominierende Baukörper dient im Prinzip als Verwaltungsteil, der zweite Baukörper dann als Holzverarbeitungsbetrieb mit den Sozialeinrichtungen für die im Wald tätigen Mitarbeiter.

Abschnitt 1

Der Entwurf spiegelt die Tradition der Architekturtypologie von Forst- und Wirtschaftsgebäuden wider – in Form, Material aber auch der Funktionalität. Das Hauptziel war die progressive und zeitgemäße Präsentation der traditionellen Morphologie (in der Verarbeitung von Details, verwendeten Materialien und deren Kombinationen). Die Hauptmaterialien sind daher mit einem traditionellen Satteldach gestaltet, jedoch in einer völlig abstrakten Form ohne Dachüberlappungen.

© Filip ŠlapalSektion 2

Diese Hauptkörper sind mit einer vollflächigen Verkleidung aus Lärchenbohlen verkleidet, die charakteristisch für die Forstgebäude in diesem speziellen Bereich sind und wie ein typisches Forsthaus aussehen. Lärchenbohlen bedecken auch das Dach – das Gebäude ist also aus Lärchenholz „geschnitzt“. Aus den Dächern mit ebenfalls mit Lärchenbohlen gedeckten Konterdächern wachsen Dachgauben in einfachen kubischen Formen. Die verbindende Lobby ist im Kontrast zu den Hauptmaterialien von glasierten und beblechten Oberflächen gestaltet. Die Fassaden des technischen Teils des Gebäudes sind einfach verputzt (ebenfalls ein traditionelles Element eines Landhauses) und mit zwei großen Schiebetüren ausgestattet, die den Zugang und die Handhabung von Forstgeräten ermöglichen.

© Filip Šlapal

Das Gebäude ist daher eine Kombination aus überwiegend Lärchenholz und sauber verputzten Flächen. Vorgefertigte Stahlbetonelemente – Deckenplatten und Treppen – sind in den Innenräumen in roher Farbe sichtbar. Einige interne Installationen sind ebenfalls sichtbar. Im Allgemeinen werden für Innenräume hochbeständige Materialien mit elementarer Ästhetik und Charme in der Einfachheit gewählt. Außenabfertigungs- und Abstellflächen sind als mit Granitwürfeln gepflastert ausgeführt.

© Filip Šlapal

Der Haupteingang des Gebäudes ist die Verbindungshalle zwischen dem Verwaltungs- und dem Technikteil. Vom gepflasterten Hof führt eine Außentreppe zum Dachgeschoss, wo sich die Büros der Forstverwaltung befinden. Der Haupteingang des Gebäudes im Erdgeschoss ist durch eine Eingangshalle verbunden, von der aus beide Gebäudeflügel erschlossen werden. Der Südflügel dient der Verwaltung und enthält drei Büros (Direktor, Sekretär und Wildhüter).

© Filip Šlapal© Filip Šlapal

Ergänzt werden die Büros durch einen großen Besprechungsraum mit Glaswand und einer flachen, zum Wald hin offenen Loggia. Der Nordflügel dient als Holzverarbeitungsbetrieb und enthält auch Einrichtungen für die Mitarbeiter – es gibt Umkleidekabinen, Bäder und Toiletten sowie ein Wohnzimmer und einen Raum für die technische Ausrüstung des Gebäudes. In der zweiten Hälfte des Nordflügels befinden sich ein Technikum für Holzbearbeitungs- und Handhabungsgeräte, Servicewerkstätten und ein Lager. Im Dachgeschoss des Nordflügels befindet sich ein Raum für Unterkünfte und Einrichtungen für Saisonarbeiter, der über eine Stahltreppe erreichbar ist.

© Filip Šlapal
Quelle: АrсhDаilу

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