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Quelle: АrсhDаilу

Das ätherische Design von Federico Fiorino gewinnt den Wettbewerb für den schwimmenden Pavillon auf der Drau in Maribor, Slowenien

Federico Fiorinos ätherisches Design gewinnt den Wettbewerb für den schwimmenden Pavillon auf der Drau in Maribor, Slowenien – Bild 1 von 12

Die Zeitschrift Outsider und die Stadt Maribor haben die Gewinner des internationalen Wettbewerbs „Schwimmender Pavillon auf der Drau“ bekannt gegeben. Ziel des Wettbewerbs war es, ein innovatives Design für einen schwimmenden Pavillon zu erhalten, der zwei Hauptfunktionen haben sollte: ein Raum für kleinere Veranstaltungen während des Fastenfestes und ein Ort der Kontemplation am Fluss. Die Stadtverwaltung von Maribor lädt den Gewinner ein, sich an der Umsetzung des Projekts zu beteiligen.

Nach Erhalt von 150 Entwürfen bis zum Einsendeschluss am 31. Mai 2022 entschied die Jury, bestehend aus den Architekten Gregor Reichenberg (Stellvertretender Bürgermeister für Architektur und Raumplanung, Stadtverwaltung Maribor), Aljoša Dekleva (Dekleva Gregorič arhitekti), Jure Grohar (Vidic Grohar arhitekti ), Nika van Berkel (De Zwarte Hond), Eva Gusel (Outsider) und Matevž Granda (Outsider), mit drei Preisen und drei Anerkennungspreisen ausgezeichnet.

Federico Fiorinos ätherisches Design gewinnt den Wettbewerb für den schwimmenden Pavillon auf der Drau in Maribor, Slowenien – Bild 7 von 12

Federico Fiorino reagierte witzig auf den Wettbewerbsauftrag und erklärte den Vorschlag der Jury einstimmig zum Sieger. Der Pavillon besteht aus einer schwimmenden Holzplattform und einer schwimmenden Leinwand, die von einem Heliumballon gespannt wird. Diese ungewöhnliche Dachlösung ist sowohl subtil als auch wirkungsvoll und fungiert als Placemaking-Objekt für die Stadt. Eine poetische Spannung zwischen den beiden Materialien, dem Heliumballon und der Leinwand, ist in der strukturellen Gestaltung des Daches zu spüren. Die Jury würdigte, dass das Projekt umfassend und in vielerlei Hinsicht durchdacht war. Die Plattform erzeugt ihre Topografie, indem sie die Höhen kleinerer Plattformen verändert. Der Plan wurde auch gewählt, um mit einfachsten Bauweisen maximale Stabilität zu erreichen. Der aufblasbare Heliumballon hebt den Pavillon über die auferlegte 4-Meter-Grenze hinaus, schränkt seine Mobilität jedoch nicht ein. Der Vorschlag umgeht somit die Regeln, ohne sie tatsächlich zu verletzen.

Lesen Sie weiter, um die zweitplatzierten Vorschläge mit Text aus den Bewertungen der Jury zu entdecken:

Zweiter Platz – Walter Alejandro Casola, Falvino Martín Ferreyra, Marcos Esequiel Toranzos Astorga

Federico Fiorinos ätherisches Design gewinnt den Wettbewerb für den schwimmenden Pavillon auf der Drau in Maribor, Slowenien - Bild 8 von 12

Der Zweitplatzierte sieht zwei Möglichkeiten der Nutzung seines Pavillons vor. Zur Stadt hin fungiert das Design als überdachte Bühne gegenüber der Einschiffung. Die Überdachung der Bühne verwandelt sich in eine Treppe zum Fluss hin. Die Anlage lässt auch eine umgekehrte Nutzung zu: ein überdachter Platz zum Fluss hin und eine Tribüne zum Ufer hin, die so zur Bühne oder zum Veranstaltungsort werden kann. Der Pavillon ist strukturell einfach, hat jedoch einen klaren und erkennbaren architektonischen Ausdruck. Einer der Nachteile der Lösung ist, dass die Höhe des Pavillons seine Mobilität entlang der Drau einschränkt, da Fußgängerbrücken nur eine Höhe von 4 Metern unterqueren können.

Dritter Platz – Roberto Zanini, Lara Brmbolić

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Der Vorschlag stellt einen diskreten Holzpavillon dar, der für eine Vielzahl von Nutzungen bestimmt ist. Die häufigste Typologie unter den Einreichungen war ein einfacher Pavillon mit halbtransparentem Dach auf Pfeilern. Die Jury wertete diesen Vorschlag als den erfolgreichsten unter ihnen. Als größte Vorteile bewertete die Jury die Leichtigkeit und Schlichtheit des Gebäudes. Doch gerade aus dieser Herangehensweise erwuchsen die Bedenken der Jury, da der Pavillon aufgrund seiner Schlichtheit keine Markierung im Raum darstellt.

Anerkennungspreis – Kollektiv Luftschloss: Bojana Papić, Yann Junod

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Der Pavillon hat einen runden Grundriss. Der Raum wird durch Wände definiert, die unterschiedlich ausgerichtete halboffene Räume schaffen. Das Dach besteht aus aufblasbarem Segeltuch und wird während der Veranstaltungen verwendet, was dem Pavillon einen wandelbaren Charakter verleiht, entweder eine offene Plattform mit Wänden oder ein überdachtes Objekt. Sie fungiert als Lichtobjekt und attraktive Raummarkierung zugleich. Die kreisförmige Form der Plattform zusammen mit den Mauern suggeriert eine Öffnung in verschiedene Richtungen, problematisch sind jedoch die festen Mauern, weil sie den Blick auf das Geschehen im Gebäude von der Böschung aus verschließen und gleichzeitig den Blick auf den Fluss zu sehr einschränken .

Anerkennungspreis – Soare: Dana Roxana Hosu, Victor Dussap

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Das Projekt bietet eine poetische Reflexion über die Geschichte der Holzflößerei. Der Pavillon besteht aus drei architektonischen Elementen: dem Sockel, der Kolonnade und dem Dach. Die Pfeiler sind aus rohen Baumstämmen gefertigt und beziehen sich damit auf die Tradition der Flößerei entlang der Drau, setzen aber andererseits auf eine Reflexion über die Herkunft der Architektur und Laugiers Urhütte. Rohe Baumstämme markieren optisch die funktionalen Grenzen des Pavillons, der somit ohne Zaun auskommt. Bedenken bestehen hinsichtlich der Materialität des Pavillons: Kann dieser Ansatz der rohen Einfachheit einen Mehrwert oder eine räumliche Aufwertung für die Stadt erzeugen? Dennoch zeichnet sich das Projekt durch seine inspirierende Reflexion und Neuinterpretation der Natur aus.

Anerkennungspreis – 211S: Sasiwimon Paosanmuang

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Der Pavillon besteht aus einem Raster kleinerer, zusammenklappbarer Plattformen. Das System ermöglicht ein beliebiges Verbinden und Beladen von Plattformen und schafft so eine komplexe Matrix mit vielen möglichen Permutationen. Auf diese Weise schafft der Pavillon je nach Bedarf des Programms unterschiedliche Topografien: eine ebene Fläche für Tanzvorführungen, eine Treppe zum Singen und so weiter. Alle Konstruktionselemente sind aus Holz, und das Dach besteht aus leichtem Segeltuch. Die Konstruktion des Daches besteht aus dünnen Holzpfeilern in regelmäßigen Abständen, was im Hinblick auf die Inszenierung von Performances und Events keine ideale Lösung darstellt, da es den performativen Raum des Pavillons stört. Aufgrund einer durchdachten Erweiterung der Grundfunktion mit Plattformen, die sich lösen und zu einem mobilen Schiff werden können, wurde dem Projekt jedoch von der Jury ein Anerkennungspreis verliehen.

Quelle: АrсhDаilу

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